Schon seit gut drei Jahrzehnten werden Stosswellen in der Urologie erfolgreich eingesetzt. Seit einiger Zeit finden sie auch in der modernen Schmerztherapie sowie in der Triggerpunkt- Behandlung erfolgreich Anwendung. Der Begriff „Stosswellentherapie” bezieht sich auf mechanische Druckimpulse, welche therapeutisch im menschlichen Körper eingesetzt werden. Diese Impulse pflanzen sich als Welle fort und regen - appliziert an den zu behandelnden Arealen – die regenerativen Fähigkeiten des Organismus an.

 

Stoßwellen wirken auf einen großen Bereich der krankhaft veränderten Körperstellen ein und beschleunigen gezielt den Selbstheilungsprozess. Der Stoffwechsel wird verbessert und die lokale Durchblutung gesteigert, wodurch entzündetes oder geschädigtes Gewebe schneller regenerieren kann. Auch schmerzhafte Kalkablagerungen in Gelenken können mit der Stoßwellenbehandlung gelöst werden, sodass sie mit der Zeit vom Körper aufgenommen und über das Lymphsystem abtransportiert und ausgeschieden werden können. Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Behandlung von Triggerpunkten. Trigger sind verdickte, schmerzempfindliche Stellen an Muskeln und Sehnen. Oft sind sie die Ursache für Schmerzen, die nicht unbedingt in der Nähe des Triggerpunktes auftreten müssen, sondern in ganz anderen Körperregionen (Ferntrigger) lokalisiert sind.

 

Zu unterscheiden ist bei der Stoßwellentherapie zwischen radialer und fokussierter Stoßwelle. Die radiale Stoßwelle ist keine eigentliche Stoßwelle, sondern eher eine Druckwelle, die nur eine geringe Eindringtiefe besitzt. Sie ist gut geeignet, um muskuläre Verspannungen zu behandeln, da sie vor allem an der Oberfläche wirkt – ähnlich wie eine Massage.